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Eupener Erklärung vom 24.2.07

Montag 31.03.2008
 

 

 

 

 

 

Beratungsergebnis der Eifel – Ardennen Konferenz am 24. Februar 2007 in Eupen

 

 

Eupener Erklärung

Region Eifel Ardennen

Starke Positionierung in einem Europa der Regionen

 

 

Die Liberalen der Eifel – Ardennen Region setzen sich für eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb dieser Region, insbesondere im Bereich der Verkehrspolitik, Alternativen Energien, Tourismus, Wirtschaftsförderung, Bildung, Kultur und Planung ein.

 

1.      Verkehr

1.1.   Kurzfristiger Lückenschluss der A 1

1.2.   Bau einer Schnellstraße zwischen der deutschen Autobahn A 1 bei Blankenheim und der belgischen Fernstraße E 2 bei St. Vith. Da die Lösung des Anschlusses Ostbelgiens über die vorgesehene Strecke Gemünd  - Dreiborn nicht zu verwirklichen ist, muss eine Alternative gesucht werden. Diese ist über eine weiter südlich gelegene Trasse leichter umzusetzen.

1.3.   Lückenschluss der A 60 zwischen Prüm und der Deutsch-Belgischen Grenze.

1.4.   Ausbau der Strecke St. Vith – Luxembourg.

1.5.   Sanierung der grenzüberschreitenden Straßen (regionale Lebensader).

1.6.   Ausbau der Bahnstrecke Aachen – Köln hin zu einer Hochgeschwindigkeitstrasse.

1.7.   Verbesserung des Zugangebotes auf der Bahnstrecke Köln – Trier (Eifelbahn) und Ausbau der Trasse, die eine schnellere Fahrzeit auf dieser Strecke erlaubt.

1.8.   Punktueller Ausbau des grenzüberschreitenden ÖPNVs mit Radlerbussen, die es dem Radfahrer erlaubt, an den Ausgangspunkt zurückzukommen.

2.      Alternative Energien

2.1.   Vor dem Hintergrund der steigenden Energiepreise und begrenzter Vorräte fossiler Energieträger wird ein verstärkter Ausbau von wirtschaftlich vertretbaren alternativen Energien, beispielhaft im Bereich von Biogas und auch der Holzverwertung gefordert.

2.2.   Verstärkung der Forschung im Bereich der Alternativen Energien durch Zusammenarbeit der Universitäten Lüttich, Aachen, Maastricht und Trier im Zuge eines Interreg-Projektes.

2.3.   Verstärkte Zusammenarbeit des Holzkompetenzzentrums Nettersheim und des Holzkompetenzzentrums in Eupen.

2.4.   Wiederverwertung von Hausabfällen, Energieproduktion durch „Renogen-Kraftwerk“, Herstellung von Pellets-Heizbrennstroffen, Herstellung von Streugut aus Holzspänen und Hackschnitzeln.

3.      Intensive Zusammenarbeit im Bereich des Tourismus

3.1.   Stärkung des Fremdenverkehrsverbandes für die Region Eifel Ardennen

3.2.   Erschließung neuer Zielgruppen, z.B. in Spanien und China/Ostasien

3.3.   Verbesserung der Angebote im Bereich des Tagestourismus

3.4.   Verknüpfung des Radwegenetzes der touristischen Routen in Deutschland und Belgien

3.5.   Ausbau und Vernetzung von Radwegen auf ehemaligen Eisenbahntrassen für die touristische Aufwertung des Gebietes

3.6.   Geschichtstourismus (Vogelsang, Höckerlinie, Bunkeranlagen, Hürtgenwald, Ardennenoffensive)

3.7.   Schwerpunkte in der touristischen Arbeit setzen im Bereich „Sanfter Tourismus im Grünen“ und „Senioren“ sowie „Familien mit Kindern“.

3.8.   Investitionen in neue Hotelstrukturen.

4.      Intensive Zusammenarbeit im Bereich der Wirtschaftsförderung

4.1.   Der Mittelstand und die Handwerker müssen besser über die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Tätigkeit in den jeweils anderen Regionen unterrichtet werden. Dabei sollte eine Möglichkeit der Ausschreibung der öffentlichen Hand über die Grenzen hinweg bestehen.

4.2.   Abbau von Schranken im Dienstleistungsbereich

4.3.   Abbau von Bürokratiehemmnissen in der Region

4.4.   Schaffung einer gemeinschaftlichen Wirtschaftsförderung für die Region. Bei der Wirtschaftsförderung ist immer noch Kirchturmsdenken im Vordergrund der Überlegungen. Wirtschaft findet weltweit statt, die Wirtschaftsförderung meistens noch sehr regional.

4.5.   Schaffung von Erzeugergemeinschaften im Bereich der Waldwirtschaft, die grenzüberschreitend tätig sind.

 

5.      Kultur

5.1.   Verbesserung des Informationsaustausches über die Länder- und Staatsgrenzen hinweg. Diese bilden fast immer noch einen „eisernen Vorhang“ mitten in Europa.

5.2.   Schaffung von gemeinsamen Programmen der regionalen Rundfunksender.

5.3.   Gemeinsame Terminankündigungen aus der gesamten Region in allen Tages- und Wochenzeitungen

6.      Bildung

6.1.   Verstärkung des Unterrichts in  französischer Sprache

6.2.   Schaffung von Angeboten im Kindergartenbereich, die Französische Sprache „spielerisch“ zu erlernen.

6.3.   Verstärkung der Zusammenarbeit der Weiterbildungseinrichtungen und der Berufskollegs.

6.4.   Austausch von Lehrerpersonal auch an den Grundschulen

6.5.   Schaffung einer Internationalen Fachhochschule für Tourismus

6.6.   Stärkung des dualen Ausbildungssystems

6.7.   Schaffung der Möglichkeit, Schuljahre grenzübergreifend im Nachbarland zu absolvieren und so die Sprachkompetenz zu fördern.

6.8.   Zusammenarbeit der Universitäten und Ausbildungszentren dies- und jenseits der Grenze.

6.9.   Besonders im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist eine Zusammenarbeit auf den Weg gebracht worden, diese kann allerdings noch wesentlich verbessert werden.

6.10.     Die 2006 erstmals geschaffene Möglichkeit eine Trio-Diplomierung zum KFZ-Mechaniker ist auf andere Berufsbilder auszuweiten.

7.      Planung

7.1.   Überregionale Planungen sollen länderübergreifend abgestimmt werden.

8.      Biosphärenpark

8.1.   Es wir angestrebt, den Nationalpark Eifel in einen Biosphärenpark zu erweitern der Regionen in Rheinland Pfalz und im Hohen Venn mit einschließt.

 

 

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